Babyzeit
...Zeitnehmen & Entwicklungsbegleitung  im ersten Lebensjahr ... Stillberatung

PEKiP 

 Das Prager-Eltern-Kind-Programm, kurz PEKiP genannt ist eine Entwicklungsbegleitung für Mütter und Väter mit ihren Kindern während des ersten Lebensjahres. Es werden  Bewegungs-, Spiel- u. Sinnesanregungen angeboten, die dem individuellen Entwicklungs-stand des Babys angemessen sind. Beim gemeinsamen Entdecken und Erkunden steht immer der Kontakt zwischen Eltern und Kind, später dann auch zunehmend der Kinder untereinander, im Mittelpunkt.

Wichtig beim gemeinsamen Spiel ist es, dass die aktuellen Bedürfnisse des Kindes beachtet werden, das heißt, mit ihm zu spielen, wenn es in der aktiven Wachphase ist. Wenn das Kind müde ist, darf es schlafen, wenn es hungrig ist, darf es trinken, wenn es seine Ruhe haben möchte, lassen wir es in Ruhe.

In der PEKiP-Gruppe können wichtige Themen, wie Entwicklung, Beikost, Stillen etc. miteinander besprochen und Erfahrungen ausgetauscht werden.

Der Gruppenraum ist angenehm warm und mit Matten ausgelegt. Die Spiel- und Bewegungsanregungen finden auf den Matten statt, während die Kinder nackt sind. 
Ein nackter Säugling bewegt sich spontaner und intensiver und genießt den Hautkontakt
zu den Eltern.
Diese Spiel- und Bewegungsanregungen entsprechen dem jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes, welches in seiner eigenen Aktivität unterstützt und gestärkt werden soll. Diese Anregungen geschehen sowohl bei jedem einzelnen, als auch in der Gruppe.           

Der intensive Kontakt zwischen Eltern und Kind in einer harmonischen Atmosphäre wirkt sich positiv auf die gesamte Entwicklung des Kindes aus. PEKiP bietet die Möglichkeit, sich frei von sonstigen Verpflichtungen ungestört mit seinem Kind zu beschäftigen und schöne Stunden miteinander zu verbringen.

Die Entstehung von PEKiP

In seinem Ursprung geht das Prager-Eltern-Kind-Programm auf den tschechischen Psychologen Dr. Jaroslav Koch zurück, der in den 60er Jahren im Rahmen seiner Forschungsarbeiten am Institut für Mutter und Kind in Prag eine Reihe von Spiel- und Bewegungsanregungen für Babys und ihre Betreuerinnen entwickelte, die die gesamte Entwicklung des Säuglings unterstützen sollte.

In den 70er Jahren griffen die deutsche Psychologin Dr. Christa Ruppelt und Prof. Hans Ruppelt die Erkenntnisse von Koch auf. Aufbauend auf den Ideen und Erkenntnissen entwickelten sie in Zusammenarbeit mit Sozialarbeiterinnen und Pädagoginnen das gruppenpädagogische Konzept PEKiP. Im Mittelpunkt stehen dabei vier Ziele, die sich gegenseitig ergänzen.

das Baby in seiner Entwicklung begleiten

- die Beziehung zwischen Eltern und Kind stärken

- Kontakte zu gleichaltrigen Kindern fördern

- Kontakt- und Erfahrungsaustausch unter Müttern & Vätern ermöglichen

Die Konzeptgründerinnen waren es auch, die Ende der 80er Jahre den Verein für Gruppenarbeit mit Kindern im ersten Lebensjahr in Deutschland gründeten.